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WG-Casting Best Practice: Teil 2 – Einladungen aussprechen

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Teil 2 der Serie „WG-Casting Best Practice. Fang beim ersten Teil an zu lesen.“

was bisher geschah:
Das Mitbewohner_innengesucht ist veröffentlicht, die Antworten sind aussortiert und ihr seid bereit Einladungen an die spannendsten Leute zu verschicken.

Für das spätere Kennenlernen wollen wir ein paar Wünsche miteinander verbinden:

  • möglichst relevante Menschen einladen
  • möglichst effizient mit unserer aller Zeit umgehen (sowohl die der WG als auch die der Wohnungssuchenden)
  • möglichst wenig Ermüden verursachen
  • möglichst menschenfreundliches und transparentes Verfahren

relevante Menschen einladen

Um den Punkt zu erfüllen, sollte die Vorauswahl verhältnismäßig streng sein. Wer nur so „hm – vielleicht – mal sehen“ gut ankommt – besser nicht einladen.

Durch unsere Codewort können wir zumindest davon ausgehen, dass unsere Ausschreibung wirklich gelesen wurde. Trotzdem halte ich es für eine gute Idee im Zusammenhang mit der Einladung noch mal mehr Details über die Menschen und die Räumlichkeiten der WG zu schreiben.

Alle Leute, die durch authentische Infos über die WG abspringen, sind eine Energieersparnis für alle. Besser, als für beide Seiten den Aufwand der Kennenlernens zu benötigen um zu merken: das passt nicht.

effiziente Zeitplanung

Wir machen nicht mit jeder Person einzeln einen Termin aus. Da die Lebensentwürfe meiner bisherigen WG-Konstellationen recht unterschiedlich waren, war es ein recht großer Aufwand einen gemeinsamen Abend zu finden, um Menschen kennen zu lernen – deshalb wollen wir an einem Abend möglich viele relevante Bewerber_innen kennen lernen können.

wenig Ermüdung

Lange Treffen können sehr ermüdend sein. Erst recht, wenn recht früh klar ist, dass die Chemie nicht passt. Auch lange Marathon-Vorstellungsabende laugen sehr aus und werden dazu führen, dass irgendwann die Konzentration weg ist.

Menschenfreundlichkeit und Transparenz

Die Zimmersuche ist nicht nur für uns ein Aufwand, sondern auch für die Person, die das Zimmer sucht und nicht weiß, wo sie demnächst wohnen wird.

Die meisten Bewerber_innen werden auch noch andere WGs ansehen und müssen evtl. auch mit mehreren Kontaktpartner auf dem Laufenden bleiben.

Was für uns nicht in Frage kommt, sind Rudel-Treffen – nach dem Motto: „Kommt doch einfach alle am Freitag ab 20 Uhr – und dann gucken wir mal“. Gerade für schüchterne Menschen muss das die Hölle sein und es macht wenig Spaß seine Konkurrenz zu treffen.

Unsere Lösung

Mit der Botschaft, dass wir an der Person interessiert sind und einigen detaillierteren Infos bekommt die Person einen Link zu einem Termin-Finde-Doodle.

Dort kann sich die Person einen der Zeitfenster aussuchen und ihn für sich blockieren.

Jede Person soll auf diese Weise 30 Minuten Vorstellungszeit für sich bekommen und im Optimalfall müssen sich die Kandidat_innen dabei nicht begegnen.
Dabei erfährt die Person transparent, dass an dem Abend noch andere Leute bei uns sein werden.

Für uns als WG ermöglicht das, dass wir mehrere Leute an einem Abend sehen und kennenlernen können, statt mit jeder Person einzeln einen Termin aus machen zu müssen.

Wie auch bei privaten Treffen zu zweit, ist es immer besser einen konkreten Terminvorschlag zu machen, statt Terminkalender miteinander ab zu gleichen. Wer an dem vorgeschlagenen Abend nicht kann, kann immer noch einen separaten Einzeltermin bekommen.

Für die Bewerber_innen ermöglicht es ein bisschen Spielraum – früher oder später Termin. Bisher fanden das die meisten Leute eine recht brauchbare Lösung.

Eine Modifikation, die ich gerne neu probieren will:

Statt 30 Minuten-Blöcke, die direkt aufeinander folgen, würde ich gerne 30 Minuten-Blöcke mit 10 Minuten Pausen dazwischen verwenden.
Dadurch kann sicher gestellt werden, dass sich die Bewerber_innen nicht sehen müssen und wir haben ein bisschen Zeit für menschliche Bedürfnisse und z. B. um Trinken auf zu füllen.

Alle Teile der Serie:

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